Über mich

Ich habe „Wege im Spektrum“ gegründet – und hier erzähle ich, was mich in meiner Arbeit bewegt und begleitet.

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen im Autismus-Spektrum und die Menschen, die ihnen nahestehen. Diese Arbeit hat mich verändert – in meiner Sichtweise auf Beziehung, auf Entwicklung, auf das, was Menschen wirklich braucht.

Mein Name ist Sascha Wondraczek. Ich wurde 1989 im Bergischen Land geboren und lebe heute in Bergisch Gladbach-Schildgen – im Herzen des Rheinisch-Bergischen Kreises, wo auch meine selbstständige Arbeit verwurzelt ist.


Mein Weg

Angefangen hat alles nicht mit einem großen Plan, sondern mit echten Begegnungen.

2009/2010 arbeitete ich in einem Altenheim – meine ersten Schritte in der Beziehungsarbeit. Damals lernte ich, wie unterschiedlich menschliche Bedürfnisse sein können und wie viel es bedeutet, wirklich präsent zu sein.


2012 brach ich mein Studium der Wirtschaftswissenschaften ab – und das war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich nahm einen Bundesfreiwilligendienst an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in Wuppertal auf. Und dort, im täglichen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen, wurde mir klar: Hier gehöre ich hin.


2013 begann ich bei Autismus Köln/Bonn e. V. – zunächst als pädagogischer Mitarbeiter in Haus Hommeln, der Wohneinrichtung für autistische Erwachsene. Parallel absolvierte ich meine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Die Jahre bis 2018 waren intensiv, lehrreich und prägend. Ich durfte tief in die Lebenswelt von Menschen im Autismus-Spektrum eintauchen – und habe dabei mehr gelernt, als jedes Lehrbuch mir hätte geben können.


2019 bis Anfang 2021 folgte die staatliche Anerkennung zum Heilpädagogen. Diese Zeit hat meinen Blick auf Beziehungsgestaltung, Teilhabe und individuelle Entwicklung noch einmal grundlegend geschärft.

In den Jahren danach arbeitete ich in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe – in Wohngruppen, der Einzelfallhilfe und in Einzelpädagogischen Maßnahmen bei unterschiedlichen Trägern. Ich sammelte viel praktische Erfahrung im Umgang mit Menschen im Autismus-Spektrum: in der Alltagsstrukturierung, der Emotionsregulation, der Impulskontrolle und der ressourcenorientierten Begleitung. Dieses Wissen kommt nicht aus Fortbildungen – es kommt aus der Praxis. Aus dem täglichen Leben mit Menschen im Spektrum und ihren Familien.


2022 kehrte ich zu Autismus Köln/Bonn e. V. zurück. Bis März 2025 war ich in den ambulanten Hilfen von moveAUT tätig – dem Angebot für Erwachsene sowie der autismusspezifischen Familienhilfe. Gleichzeitig arbeitete ich von März 2023 bis März 2025 erneut in Haus Hommeln. Diese Kombination aus ambulanter und stationärer Arbeit hat mir einen umfassenden Blick auf unterschiedliche Lebensphasen von Menschen im Autismus-Spektrum gegeben.


2023 bis 2025 absolvierte ich die Zertifizierung „Heilpädagogische Autismus-Beratung für Entwicklung und Teilhabe" – um Familien und Fachkräfte noch gezielter begleiten zu können.


Wege im Spektrum - meine Selbstständigkeit

Im Februar 2026 gründete ich Wege im Spektrum – mit dem Wunsch, meine Erfahrungen, meine Haltung und meine Leidenschaft für die Begleitung von Menschen im Autismus-Spektrum in eigener Verantwortung weiterzugeben.


Als anerkannter freier Träger arbeite ich mit verschiedenen Jugendämtern im Rheinisch-Bergischen Kreis zusammen und begleite Familien mit Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum im Rahmen des SGB VIII (Kinder und Jugendhilfegesetz) – durch:

  • Heilpädagogische Familienhilfe (HPFH) – alltagsnahe Unterstützung für Familien, die Orientierung, Entlastung und Begleitung suchen
  • Heilpädagogische Familienhilfe mit therapeutischem Anteil – wenn neben der Familienarbeit auch gezielte therapeutische Interventionen gefragt sind
  • Autismustherapie – individuelle Förderung und Begleitung für Kinder und Jugendliche im Spektrum


Ergänzend biete ich Fortbildungen und Supervision für Fachkräfte an – praxisnah, direkt aus dem Alltag heraus entwickelt und auf echte Situationen zugeschnitten.


Meine Haltung

Menschen im Autismus-Spektrum sind keine Problemfälle, die korrigiert werden müssen. Sie sind Menschen mit eigenen Stärken, eigenen Wegen und eigenen Geschwindigkeiten.


In meiner Arbeit schaue ich zuerst auf das, was da ist – auf Ressourcen, Potenziale und Lösungsansätze, die oft schon vorhanden sind, aber noch nicht sichtbar. Mit systemischen Methoden arbeite ich gemeinsam mit Familien und Fachkräften daran, diese Ressourcen zu entdecken und nutzbar zu machen. Nicht ich habe die Lösung – aber ich helfe dabei, sie zu finden.


Dabei ist mir wichtig, dass Begleitung auf Augenhöhe stattfindet: transparent, wertschätzend und immer nah an den Menschen, nicht an bürokratischen Vorgaben. Ich arbeite mit Familien – nicht über sie hinweg.


Was ich mitbringe, ist kein theoretisches Konzept – es ist gelebte Praxis aus über zwölf Jahren Begegnung mit Menschen im Autismus-Spektrum und ihren Familien.


Ich freue mich auf das Gespräch mit Ihnen – ob Ihre Familie Unterstützung durch die Heilpädagogische Familienhilfe sucht, Ihr Kind eine autismusspezifische Einzelhilfe nach § 35a SGB VIII benötigt, Sie als Fachkraft Supervision oder Orientierung brauchen oder Sie eine Fortbildung zum Thema Autismus-Spektrum für Ihr Team planen.

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