Angebote für Fachkräfte

Verstehen beginnt in der Beziehung

Jeder Mensch möchte verstanden werden.

Gerade im Autismus-Spektrum ist das jedoch oft nicht selbstverständlich – weil Wahrnehmung, Denken und Erleben sich deutlich von dem unterscheiden können, was wir gewohnt sind.


Was von außen wie „schwieriges Verhalten“ wirkt, ist oft etwas ganz anderes:

  •  ein Versuch, sich mitzuteilen,
  • ein Ausdruck von Überforderung,
  • oder ein Bedürfnis nach Sicherheit.


In meiner Arbeit steht deshalb nicht die Frage im Vordergrund, wie Verhalten verändert werden kann, sondern zunächst:

Was steckt dahinter – und wie kann Beziehung so gestaltet werden, dass Verstehen möglich wird?


Ein bindungs- und beziehungsorientierter Ansatz bedeutet für mich, genau dort anzusetzen: Bei der Verbindung zwischen Menschen.


Denn Beziehung schafft den Raum, in dem:

  • Vertrauen entstehen kann
  • Missverständnisse sich klären lassen
  • und neue Wege im Miteinander wachsen können


Ich unterstütze Fachkräfte dabei, diesen Raum bewusster wahrzunehmen und zu gestalten – und so zu einem tieferen, oft auch entlastenden Verständnis von Verhalten zu gelangen.


Nicht über schnelleres Funktionieren,sondern über echtes Verstehen.

Fortbildungen

Ich biete Fortbildungen für Fachkräfte an, die mit Menschen im Autismus-Spektrum arbeiten und ihr Verständnis sowie ihre Handlungssicherheit vertiefen möchten.


Im Mittelpunkt steht ein verstehens- und beziehungsorientierter Ansatz:


Verhalten wird nicht vorschnell bewertet, sondern in seinen Zusammenhängen betrachtet – als Ausdruck von Wahrnehmung, innerem Erleben und Beziehung.


Die Fortbildungen verbinden fachliche Grundlagen mit praxisnahen Impulsen und greifen konkrete Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag auf. Ziel ist es, mehr Klarheit, Sicherheit und einen differenzierten Blick auf herausfordernde Situationen zu entwickeln.


Die Fortbildungsangebote sind modular aufgebaut und können sowohl einzeln als auch als aufeinander abgestimmte Reihe gebucht werden. Jedes Modul wird in einer kompakten und einer erweiterten Variante angeboten und ermöglicht so eine unterschiedliche Vertiefung der Inhalte.


Die kompakte Variante umfasst in der Regel etwa 3 Stunden, während für die erweiterte Variante ca. 6 Stunden eingeplant sind.



Autismus-Grundlagen (Modul 1.1)

Dieses Modul vermittelt ein grundlegendes Verständnis von Autismus aus einer verstehensorientierten Perspektive.


Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung, Reizverarbeitung sowie Unterschiede im Erleben und Verarbeiten von Informationen.Typische Merkmale werden im Zusammenhang mit Alltagssituationen betrachtet, um Verhalten besser einordnen zu können.


Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für das Erleben von Menschen im Autismus-Spektrum zu entwickeln und daraus Sicherheit im Umgang zu gewinnen.



ADHS-Grundlagen (Modul 1.2)

Dieses Modul vermittelt ein grundlegendes Verständnis von ADHS mit Blick auf Aufmerksamkeit, Impulssteuerung und Selbstregulation.


Verhalten wird im Zusammenhang mit inneren Prozessen und äußeren Anforderungen betrachtet, um Zusammenhänge besser nachvollziehen zu können. Typische Herausforderungen im Alltag werden dabei praxisnah eingeordnet.


Ziel ist es, einen differenzierten und entlastenden Blick auf Verhalten zu entwickeln und Sicherheit im pädagogischen Umgang zu stärken.


Herausforderndes Verhalten verstehen (Modul 2)

Dieses Modul widmet sich dem Verständnis von herausforderndem Verhalten im pädagogischen Alltag. Verhalten wird dabei als Ausdruck von Überforderung, Stress oder als Form der Kommunikation betrachtet.


Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Umwelt und Verhalten zu erkennen und mehr Sicherheit im beziehungsorientierten Umgang mit schwierigen Situationen zu gewinnen.


Wahrnehmung, Reizverarbeitung und Denken (Modul 3)

Dieses Modul vermittelt ein vertieftes Verständnis dafür, wie Menschen im Autismus-Spektrum ihre Umwelt wahrnehmen, Reize verarbeiten und Informationen strukturieren.


Im Mittelpunkt stehen Unterschiede in der sensorischen Wahrnehmung, der Reizverarbeitung sowie in Denk- und Verarbeitungsprozessen. Diese werden praxisnah erläutert und in Bezug zu typischen Alltagssituationen gesetzt.


Ziel ist es, Verhalten besser im Zusammenhang mit innerem Erleben zu verstehen und daraus angemessene, entlastende

Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.


Beziehung & Beziehungsdynamiken (Modul 4)

Dieses Modul beleuchtet die Bedeutung von Beziehung im pädagogischen Alltag sowie die Dynamiken, die im Kontakt mit Menschen im Autismus-Spektrum entstehen können.


Im Mittelpunkt stehen wechselseitige Missverständnisse, unterschiedliche Wahrnehmungen und die Auswirkungen von Verhalten auf das Beziehungsgeschehen. Dabei wird der Blick sowohl auf die Perspektive der autistischen Person als auch auf die eigene Rolle als Fachkraft gerichtet.


Ziel ist es, Beziehung bewusster wahrzunehmen, Dynamiken besser zu verstehen und Sicherheit im beziehungsorientierten Handeln zu entwickeln.


Angehörigenarbeit (Modul 5)

Dieses Modul widmet sich der Zusammenarbeit mit Angehörigen im Kontext von Autismus und ADHS. Im Mittelpunkt steht ein verstehensorientierter und wertschätzender Blick auf die Perspektiven und Erfahrungen der Familien.


Es werden typische Spannungsfelder, unterschiedliche Erwartungen sowie Herausforderungen in der Kommunikation und Zusammenarbeit betrachtet. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie eine tragfähige und vertrauensvolle Kooperation gestaltet werden kann.


Ziel ist es, Angehörige besser zu verstehen, Sicherheit im Kontakt zu gewinnen und eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des Kindes bzw. der betroffenen Person zu fördern.


Fallbesprechung (Modul 6)

Dieses Modul bietet Raum zur strukturierten Besprechung konkreter Situationen aus dem beruflichen Alltag. Im


Mittelpunkt steht das gemeinsame Verstehen von Fällen aus einer verstehensorientierten und beziehungsorientierten Perspektive.

Anhand eingebrachter Beispiele werden Situationen analysiert, Zusammenhänge erarbeitet und unterschiedliche Blickwinkel einbezogen – insbesondere die Perspektive der betroffenen Person sowie die eigene Rolle im Geschehen.


Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken, neue Perspektiven zu entwickeln und aus dem vertieften Verständnis heraus passende Wege für den Umgang im Alltag abzuleiten. Des Weiteren werden verschiedene Methoden der Fallbesprechung erlernt.


Fallberatung

Orientierung durch Verstehen und Beziehung

Fachkräfte, die mit Menschen im Autismus-Spektrum arbeiten, stehen häufig vor Situationen, die irritierend, herausfordernd oder schwer einzuordnen sind.


In meiner Beratung geht es darum, diesen Situationen gemeinsam mit Ruhe und fachlicher Klarheit zu begegnen – und sie aus einer bindungs- und beziehungsorientierten Perspektive besser zu verstehen.

Ich gehe davon aus, dass Verhalten immer einen Sinn hat.


Gerade im Autismus-Kontext ist es oft ein Ausdruck von inneren Zuständen wie Überforderung, Unsicherheit oder dem Bedürfnis nach Orientierung.


Deshalb steht in der Beratung nicht die schnelle Lösung im Vordergrund, sondern zunächst die Frage:


Was braucht diese Person – und was hilft, damit Beziehung gelingen kann?



Ich unterstütze Fachkräfte dabei:

  • Verhalten im Kontext von Beziehung und Wahrnehmung einzuordnen
  • autismusspezifische Zusammenhänge zu verstehen
  • Sicherheit in herausfordernden Situationen zu gewinnen
  • tragfähige und alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln


Dabei verbinde ich fachliche Impulse mit einem gemeinsamen Denkprozess.


Ich gebe Orientierung, erkläre Hintergründe und entwickle gemeinsam mit Ihnen Ideen, die nicht nur „funktionieren“, sondern auf Beziehung und Verständnis aufbauen.


Ziel

Ziel der Beratung ist es, mehr Klarheit, Entlastung und Sicherheit im beruflichen Handeln zu ermöglichen – auf einer Grundlage, die von Verstehen und Beziehung getragen ist.

Fallsupervision

Verstehen vertiefen – Beziehung in den Blick nehmen

In der Fallsupervision öffne ich einen geschützten Raum, in dem Fachkräfte ihre Erfahrungen schildern und herausfordernde Situationen gemeinsam reflektieren können.

Der Ausgangspunkt ist dabei immer die erlebte Situation – so, wie sie sich angefühlt und dargestellt hat.


Ich höre zu, strukturiere und begleite den Prozess mit gezielten Fragen.

Im Zentrum steht ein bindungs- und beziehungsorientierter Blick:


Verhalten wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang von Beziehung, gegenseitigem Erleben und möglichen Missverständnissen.


Dabei geht es weniger um schnelle Lösungen als um ein tieferes Verstehen:

  • Wie könnte die Situation aus Sicht der autistischen Person erlebt worden sein?
  • Welche Dynamik entfaltet sich in der Beziehung?
  • Welche Wirkung hat mein eigenes Verhalten im Kontakt?


Durch ruhige, offene und strukturierende Fragen unterstütze ich dabei, neue Perspektiven zu entwickeln.


Ich gebe keine vorschnellen Antworten, sondern setze Impulse, die eigene Erkenntnisse ermöglichen und den Blick erweitern.


Bindungsorientierte Grundlage

Aus einer bindungsorientierten Sicht entstehen viele Schwierigkeiten dort, wo Sicherheit fehlt oder Verständigung nicht gelingt.


Wenn Beziehung bewusster wahrgenommen wird, können sich neue Möglichkeiten eröffnen:

  • weniger Druck im Umgang
  • mehr Verständnis für sich selbst und die andere Person
  • neue Wege im Kontakt, die tragfähig sind


Ziel

Fallsupervision unterstützt dabei:

  • Situationen differenzierter zu verstehen
  • emotionale und relationale Dynamiken einzuordnen
  • die eigene professionelle Haltung zu klären
  • und Handlungsspielräume aus einem tieferen Verständnis heraus zu erweitern


Nicht durch schnelle Lösungen,
sondern durch ein vertieftes, beziehungsgetragenes Verstehen.


Auf dieser Seite erhalten Fachkräfte wie Mitarbeiter des Jugendamts (ASD), Kitas, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe Informationen über Angebote für diese Zielgruppe ausgerichteten Angebote. Der ASD kann hier auch eine Leistungsbeschreibung als PDF herunterladen.